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10 Jahre Gedankendach

18/10/2019

Am 18. Oktober 2019 feierte das Zentrum Gedankendach an der Jurij-Fedkowytsch-Universität Tscherniwzi sein 10-jähriges Jubiläum

Am 18. Oktober 2019 feierte das Zentrum Gedankendach an der Jurij-Fedkowytsch-Universität Tscherniwzi sein 10-jähriges Jubiläum.

Von seiner Gründung an entwickelte sich das Zentrum als eine wichtige Institution des nachhaltigen Kultur- und Bildungsmanagements in der Stadt Tscherniwzi. Dank der Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Ukraine, Partnerinstitutionen aus dem deutschsprachigen Raum sowie lokalen und regionalen Einrichtungen konnten wir in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Kultur- und Kunstveranstaltungen sowie zahlreiche Projekte des Jugendaustausches durchführen.

Die ersten Fotos in diesem Post erinnern uns an den offiziellen Teil der Feier, wo die Gastgeber und die Gäste ihre Grußworte hielten, die anregende Unterhaltung in der Kaffeepause danach im Gedankendach sowie an die kurze Stadtführung nach dem Mittagessen.

Die Eröffnung der Ausstellung “Blind Date” von der deutschen Künstlerin Silke Brösskamp war der erste kulturelle Programmpunkt des Tages. Alle Zeichnungen in der Ausstellung sind tatsächlich das Ergebnis eines Blind Date – der virtuellen Spaziergänge durch die Stadt mit Hilfe von google maps. Der virtuelle Stadtraum gab Unterschiedliches her: vertraute architektonische Umrisse, Formen und Inschriften sowie Dinge, die man nicht eindeutig zuordnen konnte, und Buchstaben, die man nicht lesen konnte. Erst bei der realen Begegnung mit der Stadt konnte die Künstlerin die ganze Vielfalt von Architekturstilen, Bauelementen und traditionellen Ornamenten auf sich wirken lassen; einige von ihnen erscheinen uns, den Einheimischen, eher uninteressant und bedeutungslos. Der Installation liegt eine architektonische Urform zu Grunde – der Kubus, diese Form fand Silke mehrfach in den Umrissen der Plattenbauten von Czernowitz wieder – sowie eine Geländerverzierung in einem Haus nahe der Galerie. Das Exponat aus Stoff soll eine moderne industrielle Interpretation der klassischen ukrainischen Stickmuster verdeutlichen. Zu Beginn der Ausstellung machte Natalya Bogomaz eine fachkundige Einführung in die Arbeitsweise von Silke Brösskamp, anschließend erzählte die Künstlerin selbst mehr über ihre Konzeption und die Eindrücke von der Begegnung mit der Stadt.

Eine musikalische Reise durch ein Jahrhundert der Cello-Kammermusik mit dem Karlsruher Konzert-Duo war der letzte künstlerische Programmpunkt unserer Feier. Das Duo – Dagmar Hartmann (Klavier) und Reinhard Armleder (Cello) begeisterte das Publikum mit ihren ausgewählten Werken europäischer und südamerikanischer Komponisten. Sehr schön war es für uns, dass nicht nur unsere Gäste, Freunde und Freundinnen des Gedankendach im Saal saßen – es waren auch viele andere Musikfreunde und – freundinnen da. Wir freuen uns, dass unsere offene Veranstaltung so gut ankam und bedanken uns bei allen Musikfans. Der letzte Programmpunkt unserer Feier – der festliche Empfang – schuf einen Raum für die Unterhaltung, das Kennenlernen, den Austausch von Gedanken- und Eindrücken für die auswärtigen Gäste sowie unsere lokalen Freundinnen und Freunde, Partnerinnen und Partner. Eine lockere Atmosphäre des Abends und gutes Essen sorgten für gute Laune bei allen Anwesenden.

Hiermit wollen wir unsere Dankbarkeit ausdrücken: an alle, die am 18.Oktober 2019 an unserem Jubiläumsfeier teilnahmen – ganz real oder nur virtuell, falls es Ihnen/Euch nicht möglich war an diesem Tag in Czernowitz zu sein; an alle, die den ganzen Tag mit uns verbrachten oder nur bei einzelnen Veranstaltungen dabei waren. Unser Team (Oxana Matiychuk, Oleh Barasii, Olha Kraola, Julian Schorr, Oleksandra Vankevych, Serhij Lukanjuk, Anya Styopina, Svitlana Shkvarchuk, Ludmila Czernowitz) tat sein Bestes, um die Feier für alle möglichst angenehm zu gestalten. Die KollegInnen des Yuriy Fedkovych Chernivtsi National University - International Office unterstützen uns tatkräftig dabei. Unser besonderer Dank für die künstlerische Rahmung der Feier gilt unseren KünstlerInnen Silke Brösskamp, Dagmar Hartmann und Reinhard Armleder.

Für die Fotos danken wir Maxym Kozmenko